Anschlag in Salzhemmendorf : Lange Haftstrafen für Brandsatz auf Flüchtlingsheim

Nach einem Brandanschlag auf eine Asylunterkunft ist ein Mann zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Auch die Mittäter erhielten Haftstrafen.

Das Landgericht in Hannover verhandelte wegen des Brandanschlags gegen drei Angeklagte.
Das Landgericht in Hannover verhandelte wegen des Brandanschlags gegen drei Angeklagte.Foto: dpa (Archiv)

Rund ein halbes Jahr dem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Salzhemmendorf bei Hameln hat das Landgericht Hannover die Täter am Donnerstag zu hohen Haftstrafen verurteilt. Der 31-jährige Haupttäter Dennis L. muss wegen versuchten Mordes für acht Jahre ins Gefängnis. Seinen Kumpanen Sascha D. (25) verurteilte das Gericht zu sieben Jahren Haft. Die ebenfalls angeklagte Saskia B. (24) erhielt eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten.

Bei dem Anschlag Ende August vergangenen Jahres waren eine damals 34-jährige Frau aus Simbabwe und ihre drei Kinder nur knapp den Flammen entkommen. Verletzt wurde niemand. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen.

Dennis L. hatte in dem Prozess gestanden, einen Brandsatz in das ein überwiegend von Asylbewerbern bewohnte Mehrfamilienhaus geschleudert zu haben. Sascha D. hatte ihm beim Bau des Brandsatzes geholfen. Saskia B. hatte eingeräumt, die beiden Männer zum Tatort gefahren zu haben. Die beiden angeklagten Männer hatten vorher Rechtsrock gehört und große Mengen Alkohol getrunken, bevor sie den Brandsatz bastelten. In dem Haus hielten sich zur Zeit des Anschlags etwa 40 Menschen auf. (epd)

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