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Anschlag in schiitischer Stadt : Autobombe tötet im Irak mehr als 100 Menschen

Bei einem Anschlag in einer mehrheitlich von Schiiten bewohnten Stadt nördlich von Bagdad starben mindestens 120 Menschen. Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" bekannte sich zu dem Attentat auf einem gut besuchten Markt.

Immer wieder erschüttern Autobombenanschläge den Irak, wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2010 in Basra. Am Freitag explodierte eine Autobombe auf einem belebten MArkt.
Immer wieder erschüttern Autobombenanschläge den Irak, wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2010 in Basra. Am Freitag explodierte eine...Foto: dpa

Bei dem verheerenden Bombenanschlag im Irak nahe Bagdad sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens 120 Menschen getötet worden. Zudem wurden 130 Besucher eines belebten Marktes in Bani Saad rund 35 Kilometer nordöstlich der irakischen Hauptstadt bei dem Attentat verletzt worden, sagte Muthana al-Tamimi, Vorsteher der Provinz Dijala, der Nachrichtenseite Almada Press. Zunächst war von mindestens 90 Toten und 120 Verletzten die Rede gewesen.

Die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich über Twitter zu dem Anschlag am Freitagabend. Ein Selbstmordattentäter habe sich in einem mit fast drei Tonnen Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Luft gesprengt.

Die Stadt nördlich der Hauptstadt Bagdad wird mehrheitlich von Schiiten bewohnt. Für die Schiiten endet der islamische Fastenmonat Ramadan erst am Samstag, einen Tag später als bei den Sunniten. Märkte sind in den Tagen vor dem Eid-al-Fitr-Fest zum Fastenbrechen meist sehr voll, weil die Menschen sich mit Lebensmitteln zum Fest eindecken.

In der Provinzhauptstadt Baakuba hatte sich im Mai eine Reihe von Explosionen ereignet, woraufhin die Behörden vor weiterer Gewalt gewarnt hatten. (AFP, dpa)


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