Anschlag : Jüdischer Siedler im Westjordanland erschossen

Im Norden des Westjordanlandes ist am Donnerstag ein jüdischer Siedler erschossen worden. Polizeisprecher Micky Rosenfeld machte palästinensische Extremisten für den "Terroranschlag" verantwortlich.

JerusalemZu der Tat bekannten sich die al-Aksa-Brigaden, die der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas nahestehen.

Nach Angaben von Rettungskräften wurde das Auto des Mannes zwischen den jüdischen Siedlungen Einaw und Schawei Schomron von mehreren Kugeln getroffen. Eins der Geschosse traf das Opfer demnach im Kopf. Militärangaben zufolge war der Getötete Vater von sieben Kindern.

In einem Schreiben, das der Nachrichtenagentur AFP vorlag, bekannten sich die al-Aksa-Brigaden zu der Tat. Es werde weitere Anschläge dieser Art geben, kündigte die Gruppe an, die der Fatah von Palästinenserpräsident Abbas nahesteht.

Knapp eine halbe Million Israelis lebt in Siedlungen innerhalb des Palästinensergebiets. Die Niederlassungen sind einer der Hauptstreitpunkte zwischen Israel und den Palästinensern. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte Ende November auf Druck der USA einen auf zehn Monate befristeten Baustopp von Siedlungen im Westjordanland angeordnet. Die Behörden erteilten seither zahlreiche Abrissbefehle und zogen damit den Zorn der Siedler auf sich. Es kam bereits mehrfach zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften. (smz/AFP)

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