Anschlag : Zehn Zivilisten in Südafghanistan getötet

Neue Gewalt in Afghanistan - mindestens zehn Zivilisten sterben nach einem Anschlag auf ausländische Truppen in der Provinz Helmand. Zu der Tat haben sich die Taliban bekannt.

Kabul Bei einem Selbstmordanschlag auf ausländische Truppen in der südafghanischen Provinz Helmand sind am Freitag mindestens zehn Zivilisten getötet und sechs weitere verletzt worden. Helmands Polizeichef Hussein Andiwal sagte, es gebe keine Hinweise auf Opfer unter den ausländischen Soldaten. Der Attentäter habe einen Konvoi angegriffen.

Zu der Tat bekannten sich die Taliban. In einer Mitteilung auf der Internetseite der Aufständischen hieß es, der Anschlag habe US- Truppen gegolten. Zehn amerikanische Soldaten seien getötet worden. Angaben der Taliban zu Opferzahlen bei Anschlägen sind meist stark übertrieben. Die US-geführten Koalitionstruppen teilten mit, bei Gefechten in Helmand am Vorabend seien zwei Soldaten getötet und einer verletzt worden.

In Helmands Nachbarprovinz Kandahar waren bei einer Offensive am Mittwoch und Donnerstag nach Regierungsangaben mindestens 57 Taliban-Kämpfer und zwei afghanische Soldaten getötet worden. Bei der gemeinsamen Operation der afghanischen Armee und der internationalen Truppen wurden die Aufständischen aus dem Distrikt Arghandab vertrieben, in dem Hunderte Rebellen zuvor mehrere Dörfer überrannt hatten. (mfa/dpa)

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