Anti-Terror-Kampf : Friedrich: Passagierdaten führten zu Düsseldorfer Terrorzelle

Die Sicherheitsbehörden sind der Düsseldorfer Terrorzelle nach Darstellung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) durch die Auswertung von Flugpassagierdaten auf die Spur gekommen.

„Von amerikanischer Seite sind wir unter anderem auf das auffällige und ungewöhnliche Reiseverhalten der Verdächtigen hingewiesen worden“, sagte Friedrich der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Die Flugpassagierdaten seien „ein wichtiges Element für diesen Fahndungserfolg“ gewesen. Seit 2003 übermitteln die EU-Länder den US-Diensten Namen und weitere Details von Fluggästen, die zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern verkehren. Das Verfahren ist umstritten.

„Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass die Hinweise der Nachrichtendienste nicht zufällig zustande kommen, sondern auf der systematischen Auswertung rechtsstaatlicher Fahndungsmöglichkeiten beruhen“, hob Friedrich hervor. Das gelte ebenfalls für die bald zur Verlängerung anstehenden Anti-Terrorgesetze. Ende April hatten Beamte in Düsseldorf drei Männer unter Terrorverdacht festgenommen. Sie waren laut Bundesanwaltschaft von einem hochrangigen Al-Qaida-Mitglied beauftragt worden, in Deutschland Anschläge zu begehen. Die Beschuldigten sollen seit Dezember 2010 ein Attentat womöglich im Raum Düsseldorf vorbereitet haben und suchten nach Wegen, Chemikalien für den Bombenbau zu beschaffen. (AFP)

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