Politik : „Anti-Terrorkampf stört alltägliche Polizeiarbeit“

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(dpa). Die TerrorBekämpfung behindert nach Ansicht des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) zunehmend die Verfolgung alltäglicher Verbrechen. „Die Ressourcen bei der Polizei werden gnadenlos ausgedünnt und Kollegen abgezogen“, sagte BDK-Chef Klaus Jansen am Rande der Leipziger BDK-Delegiertenversammlung am Samstag. Bei ohnedies dünner Personaldecke würden im Extremfall Ermittlungen etwa bei Einbrüchen gar nicht erst aufgenommen. „Die Wirkung beim Bürger ist fatal. Er gewinnt den Eindruck, dass es sich gar nicht lohnt, die Polizei zu rufen“, sagte Jansen. Damit verliere die Polizei Autorität, und der Staat gebe sein Gewaltmonopol auf. Angesichts leerer öffentlicher Kassen sei ein weiterer Stellenabbau und die Übertragung von Kompetenzen an private Sicherheitsdienste zu befürchten. „Am Ende wird die Polizei nur noch eine Grundversorgung leisten können.“

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