Politik : Antisemitismus: Jüdischer Mitarbeiter sollte Nazi-Uniform anziehen

Ein jüdischer Angestellter einer Londoner Investmentbank ist von seinen Vorgesetzten als Strafe für eine Verspätung aufgefordert worden, eine Nazi-Uniform anzuziehen. Wie die Zeitung "The Guardian" berichtete, verklagte der 33-jährige Laurent Weinberger daraufhin seinen Arbeitgeber. Der Angestellte, dessen Großmutter in Auschwitz ums Leben gekommen war, hatte sich geweigert, die NS-Uniform zu tragen. Kurz darauf wurde er versetzt und sein Gehalt gekürzt. Weinberger kündigte zwei Wochen später. Die Bank bestätigte den Vorfall, bestreitet allerdings den Vorwurf des Antisemitismus. Verspätungen an einem Freitag seien immer mit der Aufforderung zum Verkleiden bestraft worden.

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