Antiterroreinsatz in Kanada : Zahlreiche Festnahmen in Toronto

Bei ihrem größten Antiterroreinsatz seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hat die kanadische Polizei in der Nacht zum Samstag 17 Terrorverdächtige festgenommen.

Toronto - Durch die Festnahme von 17 Terrorverdächtigen ist es der kanadischen Polizei nach eigenen Angaben gelungen, einen geplanten Bombenanschlag zu verhindern. Die festgenommenen Männer seien Anhänger einer «von Al Qaida beeinflussten» Gruppe, gab ein Polizeisprecher am Samstag bekannt. Die Männer hätten sich zum Bau eines Sprengsatzes drei Tonnen Ammoniumnitrat beschafft. Zum Vergleich führte der Sprecher an, dass bei dem Terroranschlag in Oklahoma City im Jahr 1995, bei dem 168 Menschen starben, eine Tonne des gleichen Materials verwendet wurde.

Bei den Terrorverdächtigen handelt es sich um Kanadier «unterschiedlicher Herkunft». Sie wurden im Raum der Provinzhauptstadt Toronto gefasst und sollen einen Sprengstoffanschlag in der Provinz Ontario geplant haben. In Medienberichten war von dem größten Antiterroreinsatz der kanadischen Polizei seit den Anschlägen vom 11. September 2001 die Rede.

Die Festgenommenen, darunter Muslime, die teilweise in der zweiten Generation in Kanada leben, könnten Kontakte zur Terrororganisation Al Qaida haben, berichtete der kanadische Rundfunk (CBC) unter Bezug auf anonyme Quellen. Ein Geheimagent, der an dem Einsatz beteiligt war, beschrieb die Männer der Tageszeitung «Globe and Mail» zufolge als «Terroristen, die den Westen hassen». (tso/dpa)

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