Politik : Anzeichen für Dialog in Syrien

Damaskus/Kairo - Die Arabische Liga will ein Treffen zwischen dem syrischen Vizepräsidenten Faruk al Scharaa und der Opposition organisieren. Das berichtete die arabische Tageszeitung „Al Sharq al Awsat“. Ihren Informationen zufolge wurde dies bei einem Treffen des Generalsekretärs der Liga, Nabil al Arabi, und dem UN-Syrienvermittler Lakhdar Brahimi, am Sonntag in Kairo besprochen.

Der Vorsitzende der oppositionellen Nationalen Syrischen Koalition, Moas al Chatib, betonte am Montag in Kairo, das Regime habe auf seinen Dialog-Vorschlag bislang offiziell nicht reagiert. Al Chatib hatte viel Kritik aus den eigenen Reihen kassiert, als er vorgeschlagen hatte, direkt mit Vertretern des Regimes von Präsident Baschar al Assad zu reden, um das seit 2011 andauernde Blutvergießen zu beenden. Als Bedingungen hatte al Chatib die Freilassung von 160 000 Gefangenen sowie die Verlängerung der Pässe der im Ausland lebenden Syrer gefordert. Al Scharaa war nach Beginn des Aufstandes im März 2011 von der Bildfläche verschwunden. Es heißt, er lehne die Gewalt gegen die Regimegegner ab. Die syrische Regierung hatte sich am Freitag zu einem Dialog mit den Aufständischen „ohne Vorbedingungen“ bereit erklärt.

Bei der Explosion eines Autos an der Grenze zwischen der Türkei und Syrien sind am Montag mindestens sieben Menschen getötet worden. Rund 30 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte Bürgermeister Huseyin Sanverdi dem türkischen Nachrichtensender NTV. In der Grenzregion zu dem Bürgerkriegsland Syrien sind seit kurzem auch deutsche Patriot-Raketen stationiert. dpa/AFP

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