Politik : AOK-Studie: Ärzte verordnen überteuerte Arzneien

Die Kassenärzte hätten nach einer AOK-Studie bei Arzneien im ersten Halbjahr 2001 rund 3,9 Milliarden Mark sparen können, ohne dass die medizinische Qualität gelitten hätte. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WidO) auf Basis von AOK-Daten. Danach hätten die Ärzte vor allem durch den Verzicht auf teure Schein-Innovationen Geld sparen können. Auch hätten sie mehr preisgünstige Nachahmerprodukte verordnen können. Die Arzneiausgaben waren im ersten Halbjahr 2001 um elf Prozent auf fast 22 Milliarden Mark hochgeschnellt. Der Ausgabenschub hat die ohnehin enge Finanzlage der Kassen weiter verschärft. Bis Ende Juni meldeten die Kassen ein Defizit von fünf Milliarden Mark.

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