Politik : Araber sind nur eine kleine Minderheit

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Rund 3,2 bis 3,5 Millionen Menschen muslimischer Prägung oder Abstammung leben laut Innenministerium in Deutschland. Die Türken stellen die Mehrheit – mit 1,8 Millionen türkischen Staatsbürgern und rund 800 000 Deutschen türkischer Herkunft. Die nächstgrößere Gruppe sind die Bosniaken (200 000), Iraner (100 000), Marokkaner und Afghanen (70 000). Die Zahlen machen deutlich, dass entgegen landläufiger Überzeugung nur eine verschwindend geringe Minderheit von fünf Prozent aller Muslime in Deutschland aus arabischen Ländern stammt.

Bislang gibt es in der Bundesrepublik keine religiöse Gesamtorganisation und keinen Dachverband als überregionalen Ansprechpartner für staatliche Stellen. Die muslimischen Vereinigungen haben zumeist den Rechtsstatus eingetragener Vereine, gelten also im Gegensatz zu christlichen Kirchen nicht als

Körperschaften öffentlichen Rechts. Nach

Schätzungen sind in Deutschland rund 2500 Moscheevereine und 2250 Imame aktiv. Die meisten Imame werden in der Türkei und in arabischen Ländern ausgebildet, sprechen kein Deutsch und bleiben nur wenige Jahre im Land. Laut Verfassungsschutz sind ein bis zwei Prozent der Muslime in verfassungsfeindlichen Gruppen aktiv. hmt

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