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Politik : Arafats mysteriösem Tod auf der Spur Frankreich will auch im Westjordanland ermitteln

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Paris - Wird man der Wahrheit in der Affäre um den Tod Jassir Arafats jetzt näher kommen? Drei französische Untersuchungsrichter werden demnächst nach Ramallah im Westjordanland reisen, wo der vor acht Jahren in einem Pariser Militärkrankenhaus verstorbene Palästinenserpräsident begraben ist. Dort sollen sie im Rahmen eines vergangene Woche von der Staatsanwaltschaft in Nanterre bei Paris eingeleiteten Untersuchungsverfahrens wegen Mordes ihre Ermittlungen an Ort und Stelle aufnehmen. Am Mittwoch erteilte die palästinensische Kommission, die sich ihrerseits um die Aufklärung der mysteriösen Umstände des Ablebens des legendären Palästinenserchefs bemüht, ihre Zustimmung. Zweifel an der offiziellen Todesursache Arafats waren schon früh aufgekommen. Arafat war am 12. Oktober 2004 in Ramallah vier Stunden nach einem Essen erkrankt. Er wurde zur Behandlung nach Frankreich gebracht, wo er am 3. November ins Koma fiel und am 11. November starb. Als Todesursache gaben die Ärzte des Militärhospitals Percy bei Paris eine Darminfektion mit schweren Durchblutungsstörungen an. Von einer Verschwörung war damals die Rede, es gab das Gerücht, Arafat sei vergiftet worden – von Rivalen oder Feinden. Zu weiterführenden Untersuchungen war es jedoch nicht gekommen.

Dass den Zweifeln jetzt ernsthaft nachgegangen wird, ist auf das Betreiben des arabischen Senders Al Dschasira und der Witwe Arafats, Suha Arafat zurückzuführen. Sie waren beim Institut für Strahlenphysik im schweizerischen Lausanne vorstellig geworden und hatten den Wissenschaftlern Gegenstände übergeben, die der Verstorbene noch zuletzt benutzt hatte, eine Mütze, eine Unterhose und eine Zahnbürste. Vor zwei Monaten legten die Wissenschaftler das Ergebnis ihrer Analysen vor. An den Habseligkeiten Arafats hatten sie Spuren von Polonium-210 festgestellt, eines radioaktiven Schwermetalls, das bereits in kleinsten Mengen tödlich wirkt.

Der Befund sorgte bei der palästinensischen Autonomiebehörde und einigen arabischen Ländern für Aufregung. Ende Juli stimmte die Arabische Liga der Forderung des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas zu, eine internationale Kommission zur Aufklärung der Todesumstände Arafats einzuberufen. Im August erklärte sich die Lausanner Universitätsklinik bereit, Experten nach Ramallah zu entsenden, die bei einer Autopsie der Leiche Arafats mitwirken würden. Inzwischen hatte Arafats auf Malta lebende Witwe bei der französischen Justiz Klage gegen unbekannt wegen des Verdachts auf Mord an ihrem Mann eingereicht. Vergangene Woche benannte die Staatsanwaltschaft die drei Untersuchungsrichter, die nun nach Ramallah reisen sollen.

In einer von ihrem Pariser Anwalt Pierre-Olivier Sur veröffentlichten Erklärung begrüßte Arafats Witwe am Mittwoch die Entsendung der französischen Untersuchungsrichter und forderte gleichzeitig darin die palästinensische Autonomiebehörde und die Arabische Liga auf, den französischen Experten den Vortritt zu lassen und ihre eigenen Ermittlungen zu suspendieren.

Während so die These einer Ermordung Arafats neue Nahrung erhält, bleibt die Frage nach Tätern und Motiven weiter spekulativ. Doch auch gegen den Befund aus Lausanne werden Zweifel angemeldet. So habe Arafat zwar einige typische Symptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und rapiden Gewichtsverlust aufgewiesen, zitiert das Online-Magazin slate.fr einen Mediziner. Andererseits seien wichtige Tests, auch eine Obduktion der Leiche nicht vorgenommen worden. „Wenn die an den persönlichen Objekten schwach nachgewiesenen Polonium-Spuren von einer Kontamination vor fast zehn Jahren herrühren, müsste die damals verabreichte Dosis 500 000-mal höher gewesen sein, um heute noch nachweisbar zu sein.“Hans-Hagen Bremer

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