Arbeitnehmerbeteiligung : Beck will die Deutschland AG

SPD-Chef Kurt Beck hat ein umfassendes Konzept für die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital der Wirtschaft vorgelegt. Beck schlägt die indirekte Beteiligung über einen "Deutschlandfonds" vor.

HamburgSPD-Chef Kurt Beck hat ein umfassendes Konzept für die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital der Wirtschaft vorgelegt. "Ich schlage einen Deutschlandfonds für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor, in den die Arbeitnehmer einzahlen und der sich dann an ihren Unternehmen beteiligt", sagte Beck dem Magazin "Stern". Durch die indirekte Beteiligung über den Fonds sollten die Arbeitnehmer vor  dem Risiko von Pleiten geschützt werden. Den Kauf von Anteilen am "Deutschlandfonds" will die SPD staatlich fördern.

In dem Konzept wird die Kapitalbeteiligung laut "Stern" als Dreiecksgeschäft beschrieben: Die Mitarbeiter der beteiligten Firmen kaufen Fondsanteile, der Fonds stellt den Betrieben die jeweiligen Einlagen als Kapital zur Verfügung und über den Fonds fließen Gewinnanteile, Zinsen und Tilgungen an die Arbeitnehmer zurück. Den Kauf von Fondsanteilen soll der Staat nach den Vorstellungen der SPD mit bis zu 400 Euro im Jahr mit 20 Prozent fördern. Die Einkommensgrenze dafür soll von bisher 17.900 auf 20.000 Euro im Jahr für Ledige und 40.000 Euro für Verheiratete angehoben werden. Damit hätte mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer Anspruch auf staatliche Hilfe.

Der SPD-Vorsitzende kündigte an, das  SPD-Modell im August bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Thema zu machen. "Ich werde vorschlagen, dass wir uns das für die zweite Hälfte der Legislaturperiode vornehmen", sagte Beck. Das Konzept wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion, Olaf Scholz, erarbeitet. Auch Gewerkschaftsvertreter waren an der Ausarbeitung beteiligt. (mit AFP)

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