Arbeitslosigkeit : Behörde sieht Henrico Frank "auf gutem Weg"

Der Arbeitslose Henrico Frank ist nach Einschätzung der Wiesbadener Arbeitsbehörde einsichtig und hat seine "primären Probleme" erkannt.

Berlin - Der durch einen Streit mit dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck bekannt gewordene Jobverweigerer habe "inzwischen erkannt, wo seine primären Probleme liegen, und geht sie jetzt seiner Eingliederungsvereinbarung entsprechend an", sagte der Abteilungsleiter des zuständigen Amts für soziale Arbeit, Wolfgang Werner. "Ich und seine Fallmanagerin glauben, dass er auf dem richtigen Weg ist", fügte er hinzu.

Weil Frank mehrere Jobangebote ausgeschlagen hatte, muss der 37-Jährige vom 1. Februar an für drei Monate auf 30 Prozent des "Hartz IV"-Regelsatzes von 345 Euro verzichten. Die Behörde sieht diese Maßnahme aber nicht als weitere Eskalation. Die Kürzung ende am 1. Mai, damit sei das Kapitel abgeschlossen, sagte Werner.

Frank hatte Beck auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt beschimpft. Der SPD-Vorsitzende hatte ihm darauf entgegnet, wenn er sich wasche und rasiere, finde er auch einen Job. Frank hatte sich dann zwar rasiert, allerdings sämtliche acht Jobangebote abgelehnt, die der rheinland-pfälzische Ministerpräsident ihm vorlegte. (tso/ddp)

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