Arbeitslosigkeit : Hartz IV reduziert Zahl der Arbeitslosen

Die Anzahl der Arbeitslosen hat sich offenbar aufgrund der Hartz-IV-Gesetze deutlich verringert. Politiker und die Bundesagentur für Arbeit ziehen eine positive Bilanz der Reformen: 1,7 Millionen hätten infolge der Gesetze wieder Arbeit gefunden.

BerlinInfolge der Einführung der Hartz-IV-Gesetze ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 1,7 Millionen auf 3,5 Millionen zurückgegangen. Das Bundesarbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Deutsche Städtetag ziehen somit eine positive Bilanz des zum 1. Januar 2005 in Kraft getretenen neuen Sozialgesetzbuches II. "Die Zusammenlegung der früheren Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur Grundsicherung für Arbeitsuchende ist erfolgreich", heißt es in einer Erklärung.

Allein die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei in den vergangenen zwei Jahren von knapp 3 Millionen auf 2,3 Millionen gesunken. Mit der Einführung der Grundsicherung habe sich der Bund zu seiner Verantwortung für die Finanzierung der Langzeitarbeitslosigkeit bekannt. Daher habe er ein System für einen gerechten Ausgleich zwischen Regionen mit hoher und niedriger Arbeitslosigkeit geschaffen, sagte Staatssekretär Detlef Scheele. Daran dürfe sich auch nach der vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Umstrukturierung der Arbeitsgemeinschaften in kooperative Jobcenter nichts ändern.

Gute Zusammenarbeit der Kommunen mit der Bundesagentur

BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt erklärte, die gute Zusammenarbeit der Kommunen mit der Bundesagentur zeige endlich zählbare Resultate. Die größten Erfolge sieht Alt im Bereich der Jugendlichen. Dies zeige sich nicht nur in steigenden Integrations- und Aktivierungsquoten, auch die verbesserte Förderstruktur und dichter vernetzte Integrationsansätze machten dies deutlich.

Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, sind Aufbau und Konsolidierung verlässlicher Hilfen für Langzeitarbeitslose und ihre Familien nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelungen. "Jetzt gilt es, für die betroffenen Menschen das Erreichte zu sichern und die Leistungsfähigkeit des Systems weiter zu verbessern", sagte Articus. Die Bürger erwarteten zu Recht, dass Leistungen unbürokratisch gewährt würden und gut aufeinander abgestimmt seien. (stb/dpa)

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