Politik : Arbeitsmarkt: Geschlossen, möglichst

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Zum Thema Online Spezial: Arbeitsmarkt Deutschland
Umfrage: Schröders Arbeitsmarktpolitik - Nur Wahlkampfgetöse?
Die Wortwahl war drastisch. Von einer "Unverschämtheit" sprach SPD-Fraktionschef Peter Struck am vergangenen Freitag und meinte damit die Unterstellung der Grünen, die SPD kümmere sich nicht um den Arbeitsmarkt. Und eigentlich wollte am Sonnabend auch Arbeitsminister Walter Riester nach Wörlitz kommen, um dort nach der Fraktionsklausur mit Spitzenpolitikern der Grünen über Jobprogramme zu sprechen. Seine Absage mit Verweis auf Termine deuteten manche Grüne als Zeichen dafür, dass der Minister und Gewerkschafter nach ihrem Vorpreschen in der Arbeitlosenfrage "eingeschnappt" war. Trotzdem verlief die mehr als zweistündige Koalitionsrunde im Kanzleramt am Montagabend dann in erstaunlich gelassener Atmosphäre. Nach dem Abtasten fand die von Schröder geleitete Runde der Spitzenpolitiker von SPD und Grünen rasch zu einer konstruktiven Diskussion. Nach Ansicht der Grünen-Arbeitsmarktexpertin Thea Dückert, die mitverhandelte, "haben wir sehr gut miteinander kooperiert". Den Geist der Geschlossenheit wollen beide Koalitionspartner im Wahlkampf sorgsam pflegen: Sie wollen sich künftig regelmäßig zur Absprache über Sachfragen treffen.

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