Arbeitsmarkt : Post-Betriebsräte demonstrieren für Mindestlohn

Der Post-Mindestlohn ist eines der großen Streitthemen zwischen Union und SPD. In Magdeburg gingen rund 700 Betriebsräte der Deutschen Post für eine Einführung auf die Straße.

071122magdeburg
Die Gewerkschaft Verdi fordert einen Mindestlohn für die Briefdienste schon zum Jahreswechsel. -Foto: dpa

Magdeburg"Der Mindestlohn ist eine Notwendigkeit in allen Branchen", sagte die stellvertretende Verdi-Bundesvorsitzende Andrea Kocsis. Insbesondere der Mindestlohn für die Briefdienste müsse schnell kommen, möglichst zum 1. Januar 2008. Einige neue Briefdienstleister zahlen Vollzeitbeschäftigten weniger als 800 Euro brutto im Monat. "Daran wird sich ohne Mindestlohn nichts ändern", sagte Kocsis. Die Demonstration war nach Verdi-Angaben Auftakt für mehrere Aktionen auf Länderebene.

Der Postmindestlohn ist innerhalb der großen Koalition in Berlin umstritten. Ex-Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) hatte sich vehement dafür eingesetzt, eine bestehende Tarifvereinbarung für die Briefdienste der Deutschen Post AG für allgemeinverbindlich zu erklären. Sie sieht Mindestlöhne bis zu 9,80 Euro pro Stunde vor. Dagegen hatten sich Post-Konkurrenten gewehrt. Die Union hat angeboten, die Lohnuntergrenze bei acht Euro anzusetzen.

Münteferings Nachfolger Olaf Scholz (SPD) sprach sich im "Hamburger Abendblatt" allgemein für Mindestlöhne aus. "Ich bin der Ansicht, dass die Menschen, die Vollzeit arbeiten, auch davon leben können müssen." (mit dpa/AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar