Politik : Arbeitsmarkt: Schröder: Bis 2004 Arbeitslose um eine Million reduziert

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am Samstag in Amsterdam Erfolge der rot-grünen Bundesregierung zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze hervorgehoben. Bei einer Tagung der europäischen Sozialisten über die moderne Wirtschaft und den modernen Sozialstaat äußerte er die Erwartung, dass bis zum Ende der Legislaturperiode in Deutschland die Zahl der Arbeitslosen auf 3,5 Millionen sinke. Damit wäre die Zahl um eine Million geringer als zum Antritt seiner Regierung. "Bei der Zahl der Erwerbstätigen haben wir inzwischen die stärkste Zunahme seit zehn Jahren", sagte er.

Der Kanzler verwies in Amsterdam darauf, dass die deutsche Regierung zur Umformung der einstigen Staatswirtschaft in der DDR während der vergangenen zehn Jahre jährlich 100 Milliarden Mark von West nach Ost transferiert habe. "Diesen Beitrag werden wir wohl noch ein Jahrzehnt lang leisten müssen", fügte er hinzu. Dennoch solle im Jahr 2006 ein ausgeglichener Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung erreicht werden.

Schröder und der niederländische Ministerpräsident Wim Kok zeigten sich am Rand der Konferenz optimistisch über eine Erholung des Euro-Kurses. "Der Kurs wird sich verändern, weil eine dynamische und starke Wirtschaft dahinter steht", betonte der deutsche Regierungschef. Auch Kok sah "sehr gute Aussichten" für die europäische Gemeinschaftswährung. Beide Politiker wollten eine angeblich unzureichende Koordinierung der Wirtschaftspolitik in den EU-Ländern nicht als Erklärung für den derzeitigen Kurs gelten lassen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben