Politik : Argentinien bleibt nichts erspart

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Nach dem Ausscheiden Argentiniens fiel das Land in Agonie. Bei Temperaturen um Null Grad wurde es ungewohnt still auf den Straßen von Buenos Aires. „Der Fußball ist nicht unabhängig vom Zustand eines Landes“, sagte ein Fan resigniert. Für viele scheint es, als erreiche die wirtschaftliche und politische Krise nun auch den Sport. In einem ersten Kommentar schrieb die staatliche Nachrichtenagentur Telam, die Mannschaft habe „die ganze Welt betrogen“. Fast schon symbolisch für den Niedergang des Fußballs wirkte da die Irrfahrt von Diego Maradona zur WM. Dem einstigen Fußballstar wurde erst am Mittwoch ein Visum als „Sondergesandter des argentinischen Sportministeriums“ bewilligt. Zuvor hatte die japanische Botschaft mit Hinweis auf Maradonas einstige Drogenexzesse die Einreise verweigert. Das letzte Spiel gegen Schweden verfolgte er auf Kuba vor dem Fernseher. Tsp

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