Politik : Armee kritisiert Erdogan

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Istanbul Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat wegen seiner Kurdeninitiative harsche Kritik von den Militärs und vom Staatspräsidenten einstecken müssen. In einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Ankara warf Präsident Ahmet Necdet Sezer dem Ministerpräsidenten vor, er habe durch die Verwendung des Begriffs „Kurdenproblem“ der Rebellengruppe PKK Rückenwind verschafft. Die Militärs forderten den Regierungschef nach Medienberichten auf, diesen Begriff nicht mehr zu verwenden. Die Opposition erklärte, Erdogan habe sich eine putschartige Warnung der Armee eingehandelt.

Erdogan will sich dem Druck aber offenbar nicht beugen. Die Tatsache, dass PKK-Chef Abdullah Öcalan von einem „Kurdenproblem“ spreche, hindere ihn nicht daran, diesen Begriff ebenfalls zu verwenden. Der Ministerpräsident hatte vor zwei Wochen erstmals öffentlich von einem „Kurdenproblem“ gesprochen und eine demokratische Lösung zugesagt. Die PKK verkündete daraufhin eine einmonatige Waffenruhe. sei

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