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Der Klimawandel setzt den Meeren weltweit zu

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Berlin - Die Weltmeere sind durch den Klimawandel doppelt bedroht: Sie erwärmen sich und dehnen sich deshalb aus, zugleich schmelzen Gletscher und erhöhen so den Meeresspiegel weiter. Das Kohlendioxid (CO2), das wichtigste Treibhausgas, wird aber auch in großem Umfang von den Meeren aufgenommen und führt so zur Versauerung. Davor warnt der Wissenschaftliche Beirat globale Umweltveränderung (WBGU) in seinem neuen Gutachten an die Bundesregierung.

Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass sowohl die Erwärmung und Versauerung der Meere als auch ein Anstieg des Meeresspiegels bereits deutlich messbar sind. Nur wenn die globale Erwärmung am Ende des Jahrtausends nicht mehr als zwei Grad im Vergleich zum Beginn der Industrialisierung beträgt, sehen die Experten eine Chance zur Stabilisierung. Schon heute sind die Durchschnittstemperaturen weltweit um 0,7 Grad gestiegen. Sollten sie im Vergleich zum Niveau von etwa 1800 um mehr als zwei Grad steigen, halten die meisten Klimaforscher die Erderwärmung nicht mehr für kontrollierbar. Diesem Zwei-Grad-Ziel hat sich auch die Europäische Union angeschlossen.

Doch selbst wenn dieses Ziel erreicht würde, sei es unumgänglich, sich an die Veränderungen anzupassen. Der Anstieg des Meeresspiegels „wird zur Überflutung von Küsten und kleinen Inselstaaten führen“, heißt es. Schon heute müsse das Völkerrecht an die Bedürfnisse von „Meeresflüchtlingen“ angepasst werden. Der WBGU fordert, dass sich die Staaten verpflichten sollen, entsprechend ihrem Anteil am Ausstoß von Treibhausgasen Flüchtlinge aufzunehmen. Mindestens 20 bis 30 Prozent der Fläche von Meeresökosystemen sollten unter Schutz gestellt werden. Und da die Fischbestände durch die Erwärmung und die Versauerung der Meere noch weiter unter Druck kommen werden, sollten die Fischereisubventionen gestrichen und die Überkapazitäten im Fischfang abgebaut werden. Sonst sei die Ernährung von Millionen Menschen in Gefahr. deh
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