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Kein Massaker in Dschenin

UN entlasten Israel / Bush erbost nach Tod von US-Bürgern
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New York/Brüssel (dpa/gis). Ein UN-Bericht spricht Israel von dem Vorwurf frei, bei der Belagerung des palästinensischen Flüchtlingslagers Dschenin Ende März ein Massaker verübt zu haben. In dem 42 Seiten langen Dokument stellt UN-Generalsekretär Kofi Annan fest, dass statt der von palästinensischer Seite beklagten 500 Toten nur 52 Opfer des israelischen Angriffs auf Dschenin bestätigt werden konnten. Und nur etwa jedes zweite Opfer war ein Zivilist, schreibt Annan. Israels Militär war von palästinensischer Seite beschuldigt worden, in Dschenin „Kriegsverbrechen“und „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ begangen zu haben.

Nach dem blutigen Anschlag auf die Hebräische Universität in Jerusalem mit sieben Toten bereiteten sich Palästinenser und Israelis gleichermaßen auf neue Gewalt vor. Der Sprengsatz in der Cafeteria der Hebräischen Universität war nach Informationen der „Jerusalem Post“ mit Hilfe eines Mobiltelefons gezündet worden. Von den sieben Opfern hatten fünf einen amerikanischen Pass. US-Präsident George W. Bush zeigte sich am Donnerstag „wütend“ über den Tod der US-Bürger. Auf die Frage, ob er einen israelischen Vergeltungsschlag befürworte, sagte er, Israel habe das Recht, sich zu verteidigen.

Unter dem Druck des EU-Parlaments und zunehmender öffentlicher Kritik will die Brüsseler EU-Kommission unterdessen die Verwendung ihrer bislang ohne besondere Auflagen überwiesenen Hilfsgelder an die Palästinenser in Höhe von monatlich zehn Millionen Euro genauer kontrollieren. In einem Brief an Palästinenser-Chef Jassir Arafat verlangte der für die Außenbeziehungen zuständige Kommissar Chris Patten alle vier Wochen eine genaue Aufstellung über die Ausgaben. Falls dies nicht geschehe, würden von Oktober an die Zahlungen gestoppt.

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