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Osthoff – frei für fünf Millionen Dollar?

Bundesregierung soll an die Entführer der Archäologin doch gezahlt haben
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Berlin - Die Bundesregierung hat angeblich für die Freilassung der Archäologin Susanne Osthoff im Irak rund fünf Millionen Dollar an die Entführer bezahlt. Dies berichtete am Freitag die Nachrichtenagentur ddp und berief sich auf Sicherheitskreise in Berlin. Ein Abgesandter des Bundesnachrichtendienstes (BND) habe, wie von den Entführern verlangt, das Geld, aufgeteilt in kleinere Scheine, bar aus Berlin in den Irak gebracht. Das „geschnürte Paket“ habe ein „erhebliches Gewicht gehabt“, zitierte ddp ihren Gesprächspartner. Die Bundesregierung lehnt allerdings jede Stellungnahme zu einer möglichen Lösegeldzahlung ab.

Sicherheitsexperten betonten gegenüber dem Tagesspiegel, sie hielten derartige Spekulationen für „hochgefährlich“. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt würden weltweit Terroristen und andere Kriminelle animiert, Deutsche als Geiseln zu nehmen und dann die Bundesregierung zu erpressen.

Osthoff hatte in einem Interview mit dem „Stern“ selbst davon gesprochen, dass für ihre Freilassung im Irak von Deutschland Geld gezahlt worden sei. „Die Entführer hatten ein Angebot von den Deutschen, die genaue Summe darf ich nicht nennen“, sagte Osthoff. Die erste angebotene Summe sei für die Geiselnehmer zu niedrig gewesen. Sie hätten „ihr Gesicht wahren und ihre Kosten decken müssen“.

Gerüchte über die Zahlung von Lösegeld hat es schon bei früheren Geiseldramen gegeben. Für die Freilassung der im Jahr 2000 von philippinischen Terroristen entführten Göttinger Familie Wallert soll Libyen gezahlt haben, um damit die Wiederannäherung an den Westen zu befördern. Auch die im Jahr 2003 in der Sahara verschleppten deutschen Geiseln wurden vermutlich mit Geld ausgelöst.

Nach Informationen von ddp soll Osthoff im Irak für den BND tätig gewesen sein. Sie sei als „Quelle“ aber vor geraumer Zeit abgeschaltet worden, hieß es. Osthoff sei „schließlich nicht mehr führbar gewesen, weil sie gemacht hat, was sie wollte“. Sie habe sich an keinerlei Anweisungen gehalten. Auch dazu geben weder der BND noch die Bundesregierung eine Stellungnahme ab. Laut Osthoffs Gespräch mit dem „Stern“ versuchte der BND, ihre Dienste zu nutzen, „um über mich an Fotos von angeblichen Terroristen im Sunniten-Gebiet heranzukommen“. fan
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