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Australien sagt Rassisten den Kampf an

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Jakarta - Nach rassistischer Gewalt und Randale in Sydney will der Premier des australischen Bundesstaates Neusüdwales die Befugnisse der Polizei bei Unruhen erweitern. „Ich werde nicht erlauben, dass Sydneys Ruf als tolerante, lebhafte, internationale Stadt beschädigt wird von diesen Kriminellen, die sich so benehmen wie wir das in den vergangenen 48 Stunden gesehen haben“, sagte Premier Morris Iemma.

In Sydney, der Hauptstadt von Neusüdwales, war es zu Ausschreitungen zwischen Weißen und Männern arabischer Herkunft gekommen. Das Parlament des Bundesstaates werde am Donnerstag zusammenkommen und im Schnellverfahren neue Gesetze verabschieden, sagte Iemma. Danach soll die Polizei „in Zeiten sozialer Unruhen“ den Verkauf von Alkohol zeitweise stoppen, Ortsteile durch Straßensperren abriegeln und Autos beschlagnahmen dürfen. Randalierer sollen fortan mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden können. Bislang sind fünf Jahre Haft möglich. „Diese Kriminellen haben unserer Gesellschaft den Krieg erklärt und wir werden sie nicht gewinnen lassen“, sagte Premier Iemma.

Am Strand von Sydneys Vorort Cronulla waren vor zehn Tagen zwei Rettungsschwimmer zusammengeschlagen worden, angeblich von Männern libanesischer Abstammung. Außerdem sollen Frauen in Bikinis belästigt worden sein. Danach erhielten Einwohner Sydneys SMS-Nachrichten, E-Mails oder Telefonanrufe, in denen sie aufgefordert wurden, Männer libanesischer Abstammung zu verprügeln. Am Sonntag kamen 5000 Weiße nach Cronulla, manche mit australischen Flaggen. Viele tranken Alkohol, riefen rassistische Slogans und schlugen dann auf Männer mit arabischem Aussehen ein. Diese griffen später Weiße an. 30 Personen wurden verletzt, 16 verhaftet.

In der Nacht zum Dienstag kam es in mehreren Teilen Sydneys zu Gewalt und Randale. Sieben Menschen wurden verletzt, mindestens elf festgenommen. Nach Medienberichten sind in Sydney neue SMS-Nachrichten im Umlauf, die zu Gewalt am kommenden Sonntag aufrufen.
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