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Das Mädchen im Koffer – die erste Spur

Zeugen sahen am Tatort zwei Männer
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Berlin - Zehn Tage nach dem Mord an der 14-jährigen Kristina Hani aus Neukölln hat die Polizei eine erste heiße Spur: Zeugen wollen am Abend des 16. April nahe dem Tatort zur fraglichen Zeit zwei Männer „südländischen Typs“ mit einem Rollkoffer gesehen haben. Die Mordkommission fahndet nun nach diesen Tatverdächtigen. Sie sind Anfang bis Mitte 20, circa 1,70 bis 1,80 Meter groß und tragen dunkles, kurzes Haar. Einer trug eine Baseballkappe und eine rote Windjacke. Die Zeugen sahen die Männer zunächst an der Hermann-/Ecke Silbersteinstraße, kurze Zeit später dann unterhalb der Thomashöhe.

Hier wurde am 16. April gegen 22.45 Uhr die 14-jährige Kristina Hani verbrannt in einem Gebüsch gefunden. Der oder die Täter hatten sie bei lebendigem Leib in einen Rollkoffer gepfercht, diesen dann mit Benzin übergossen und angezündet. Bei der Obduktion kam heraus, dass das Mädchen zuvor Drogen konsumiert hatte.

Wie die Ermittlungen jetzt ergaben, führte das Mädchen ein Doppelleben. In den vergangenen Monaten rutschte die als intelligent und beliebt beschriebene Gymnasiastin immer mehr ins Drogenmilieu ab. Wie ein Ermittler dem Tagesspiegel sagte, habe Kristina nicht nur gekifft, sondern offenbar auch vermehrt harte Drogen wie Ecstasy-Pillen und Kokain genommen. Sie habe „hunderte von Blitzbekanntschaften aus dem Drogenmilieu“ gehabt. In diesem Milieu laufen die Ermittlungen. Die Polizei will wissen, von wem das Mädchen sich die Drogen besorgt hat und mit wem es vor seinem Tod zusammen war. Die Mordkommission erhofft sich zudem, dass die 5000 Euro Belohnung für einige aus der Szene genug Anreiz sind, um doch einen entscheidenden Tipp zu geben. Die Polizei betont dabei, dass Hinweise auch anonym behandelt werden. tabu

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