Aserbaidschan : Baku: Offenbar Anschläge auf westliche Botschaften vereitelt

Islamistische Terroristen planten offenbar Anschläge auf Botschaften westlicher Länder in Aserbaidschan. Das Komplott konnte nach Regierungsangaben aber aufgedeckt werden.

BakuDie aserbaidschanische Regierung hat nach eigenen Angaben Anschläge islamischer Fundamentalisten auf Botschaften in der Hauptstadt Baku vereitelt. "Wir haben Terrorangriffe gegen öffentliche Einrichtungen sowie gegen Botschaften und diplomatische Vertretungen von Mitgliedsländern der internationalen Koalition gegen den Terrorismus verhindert", erklärte das Ministerium für nationale Sicherheit in Baku. Zuvor hatte Großbritannien mitgeteilt, dass es seine Botschaft in Baku vorübergehend geschlossen habe. Die US-Botschaft hatte nach eigenen Angaben ihren Betrieb eingeschränkt. Beide Länder begründeten die Schritte mit Sicherheitsbedenken.

Die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Apa berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Botschaften hätten auf die jüngsten Polizeieinsätze gegen mutmaßliche islamische Extremisten in der mehrheitlich muslimischen Ex-Sowjetrepublik reagiert. Am Samstag war demnach ein Mann erschossen worden, der bei einem Polizeieinsatz gegen eine Terrorgruppe in Baku eine Handgranate werfen wollte. Sicherheitskräfte stellten bei der Razzia große Mengen an Waffen und extremistischer Literatur sicher. Am Sonntag nahm die Polizei 17 mutmaßliche Extremisten bei einem Einsatz nahe der Hauptstadt fest. (mit AFP)

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