Politik : Asse hat noch keinen neuen Betreiber

Berlin - So schnell, wie das Anfang September Forschungsministerin Annette Schavan (CDU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) angekündigt haben, wird das umstrittene Versuchsendlager Asse nicht an das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) übertragen werden. Bei einem Fachgespräch der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin sagte Bärbel Brumme-Bothe vom Forschungsministerium, derzeit sei der 29. Oktober für die notwendige Kabinettsentscheidung „angepeilt“. Offenbar gibt es im Kabinett noch Abstimmungsbedarf über die Kosten. Das BfS und das Umweltministerium wollen die Schließung der Asse nicht allein mit dem Personal des bisherigen Betreibers, der Helmholtz-Gesellschaft, abwickeln, sondern verlangen neue Stellen. Über deren Finanzierung wird offenbar noch gestritten. Detlev Eck, der seit sechs Wochen den Geschäftsbereich Asse im Helmholtz-Zentrum München verantwortet, ist trotz der Verzögerung erleichtert, dass er in absehbarer Zeit kein „Havariemanagement in Asse“ mehr wird betreiben müssen. Dass der Fall Asse bedeutet, dass Salz für ein Endlager nicht geeignet ist, glaubt aber keiner der Fachleute, die im Anschluss über ein Atomendlager für stark radioaktive Abfälle in Gorleben diskutierten. Doch der Bewertung der Unionsfraktionsvize Katherina Reiche, es gehe „nicht mehr um die Endlagersuche sondern um die Fertigstellung“, wollte sich auch keiner anschließen. deh

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