ATOMENDLAGER ASSE : Von der Forschung zur strahlenden Müllkippe

Das Atomendlager Asse ist in einem aufgegebenen Salzbergwerk in der Nähe von Wolfenbüttel eingerichtet. Es sollte ein

Forschungsendlager
sein, in dem die sichere Lagerung von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen erprobt werden sollte. Zwischen 1967 und 1978 wurden 125 787 Fässer dort eingelagert. Seit 1971 wurde die Asse faktisch als Endlager für die Atomindustrie genutzt. Nachdem 2008 bekannt geworden war, dass sich auf der 750-Meter-Sohle radioaktive Lauge gesammelt hatte, die vom Betreiber Helmholtz-Zentrum offenbar ohne Genehmigung in tiefere Sohlen gepumpt worden war, begann die öffentliche Debatte über die Asse. Zum 1. Januar 2009 übernahm das Bundesamt für Strahlenschutz die Asse. Derzeit werden Einlagerungskammern angebohrt, um einen Überblick über den Zustand der eingelagerten Abfälle zu bekommen. Wegen einer eher schlampigen Dokumentation ist bis heute nicht ganz klar, was alles in der Asse lagert. deh

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