Politik : Atomforscher in Jülich vermissen kein Material

Düsseldorf - Die von Nordrhein-Westfalens Landesregierung vermissten Brennelementkugeln sind nach Angaben des Forschungszentrum Jülich nicht verschwunden. Ihr Verbleib sei „lückenlos dokumentiert“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrums, Achim Bachem, am Montag in Berlin. Jedes Milligramm des Materials sei erfasst und werde monatlich an das NRW-Energieministerium gemeldet. Bei den angeblich verschwundenen rund 2300 Kugeln aus dem stillgelegten Forschungsreaktor handele es sich überwiegend um Bruch, der größtenteils zu Forschungszwecken weiter zerteilt und dann als schwachradioaktiver Abfall in 200-Liter-Fässer einzementiert worden sei. Knapp 200 Kugeln befänden sich noch im Reaktor. Zuvor hatte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mitgeteilt, die fraglichen Kugeln seien nicht, wie zwischenzeitlich vermutet, im Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel eingelagert worden. Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) hatte die Verwirrung mit ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen ausgelöst. Darin stand, es seien „allem Anschein nach“ Brennelementkugeln in der Asse gelagert worden. dpa

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