Atomkonflikt mit Nordkorea : Deutschland sollte mit einer Vermittlung nicht zögern

Während wir vom Glück der deutschen Einheit sprechen, fallen die kriegerischen Töne zweier Koreas, die Aufrüstung und Zuspitzung umso mehr auf. Deutschland sollte vermitteln. Ein Kommentar.

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Das Titelblatt eines südkoreanischen Nachrichtenmagazins zeigt am 11.09.2017 in Seoul (Südkorea) ein Bild des US-Präsidenten Donald Trump und des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un unter der Überschrift "Korea-Krise".
Das Titelblatt eines südkoreanischen Nachrichtenmagazins zeigt am 11.09.2017 in Seoul (Südkorea) ein Bild des US-Präsidenten...Foto: dpa/ Ahn Young-Joon

Nun ist der Tag der Tage - der Tag der deutschen Einheit. Während wir von Glück reden können, dass es so gekommen ist, so friedlich, fällt umso mehr auf, wie es zwischen den zwei Koreas gegenwärtig zugeht. Kriegerische Töne, Aufrüstung, Zuspitzung - es kann einem bange werden: um die Brudervölker und die Welt. Denn käme es zu einer atomaren Auseinandersetzung, machte sie nicht auf der koreanischen Halbinsel halt. Und dann sind in China und den USA auch noch zwei Großmächte in den Teufelskreis einbezogen.

Sie alle finden ohne Hilfe nicht heraus, wie es scheint. In jedem Fall lesen sich die jüngsten Trump-Tweets so. Da sollte die neue deutsche demokratische Republik, entstanden aus zwei Staaten, mit einer Vermittlung nicht zögern. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sie angeboten, ihre Worte verhallten. Das Angebot am deutschen Tag der Tage zu wiederholen, wäre nicht nur eine feine Geste, sondern ist geradezu eine moralische Pflicht.

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