• Atomkonsens: Grüne Knackpunkte - Parteitag im Zeichen des Streits um Atomkraft und Bundeswehr

Politik : Atomkonsens: Grüne Knackpunkte - Parteitag im Zeichen des Streits um Atomkraft und Bundeswehr

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Wichtigster Streitpunkt war der Atomausstieg. Vorstandsmehrheit, Fraktionsspitze und Minister warben für die Unterstützung des Konsenses mit der Industrie: Abschaltung der Reaktoren nach im Schnitt 32 Jahren Laufzeit, also etwa 13 Jahren von jetzt an gerechnet. Die Parteilinke um Christian Ströbele forderte als Voraussetzung für die Zustimmung zu einem Ausstiegsgesetz "reale Stilllegungen von Akws" in dieser Wahlperiode. Auch beim Thema Bundeswehr unterstützt der Vorstand den Koalitionskurs, bestand jedoch auf Reformvorstellungen. So billigt er der Truppe eine auftragsgerechte Bewaffung zu, fordert aber ihre Verkleinerung auf eine Berufsarmee von 200 000 Soldaten. Die Gegenpositionen reichten vom Verzicht auf die geplante Vergrößerung der Krisenreaktionskräfte bis zur "Auflösung der angriffsfähigen Verbände der Bundeswehr". Bei der Wahl zu den beiden Parteisprechern zeichnet sich eine Mehrheit für Renate Künast (Berlin) und Fritz Kuhn (Stuttgart) ab. Während Gunda Röstel freiwillig nicht mehr antritt, macht ihre Sprecherkollegin Antje Radcke die Kandidatur von der Ablehnung des Atomkonsens abhängig.

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