Atomkraft : Gabriel will sich nicht auf Gorleben festlegen

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat erneut eine Vorfestlegung auf Gorleben als Atommüllendlager abgelehnt. Er ist immer noch skeptisch, ob der Standort wirklich dafür geeignet ist, radioaktive Abfälle auf Dauer zu lagern.

Gabriel Gorleben
Umweltminister Sigmar Gabriel in Gorleben. -Foto: ddp

BraunschweigDer Standort Gorleben müsse sich in einem bundesweiten Auswahlverfahren "nach dem Stand von Wissenschaft und Technik dem Vergleich anderer Standorte stellen", sagte Gabriel bei der Eröffnung einer Konferenz zur Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle. Der Umweltminister kündigte an, sein Ministerium werde im nächsten Jahr Sicherheitsanforderungen an einen Endlagerstandort vorlegen.

Gabriel betonte, es müsse vermieden werden, "dass nach jahrzehntelangen Arbeiten und Investitionen in Milliardenhöhe ernsthafte Zweifel an der Sicherheit eines Standortes und der Objektivität bei seiner Auswahl" bestehen blieben.

Der SPD-Minister forderte, aus den derzeitigen Problemen Lehren zu ziehen. So bestünden beispielsweise im ehemaligen Forschungsbergwerk Asse in Niedersachsen, wo schwach- und mittelradioaktive Abfälle lagern, Sicherheitsprobleme, da Wasser dort eindringe. (mit ddp)

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