Atomkraftwerk Krümmel : Vattenfall will Öffentlichkeit informiert haben

Nach dem Brand im Atomkraftwerk Krümmel steht der Konzern Vattenfall Europe weiter in der Kritik. Die Öffentlichkeit sei nicht ausreichend über die möglichen Folgen des Unfalls informiert worden, bemängeln Umweltverbände.

Hamburg Vattenfall Europe hat Kritik an der Informationspolitik nach dem Brand im Atomkraftwerk Krümmel zurückgewiesen. "Wir haben die Öffentlichkeit sofort über den Trafo-Brand und die Schnellabschaltung des Kraftwerks informiert", sagte Geschäftsführer Bruno Thomauske in Hamburg. Das Unternehmen habe der Aufsichtsbehörde ordnungsgemäß Auffälligkeiten im Ablauf unmittelbar gemeldet. Er fügte hinzu: "Die Anlage war zu jedem Zeitpunkt in einem sicheren Zustand." Dies sei auch vom Sozialministerium bestätigt worden. Die Auffälligkeiten würden zurzeit analysiert.

Thomauske betonte, dass der Brand des Transformators den Reaktor des Kraftwerks nicht betroffen habe. Umweltverbände hatten das Unternehmen kritisiert. Die beiden Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel waren am Donnerstag vergangener Woche abgeschaltet worden, nachdem es zunächst in Brunsbüttel einen Kurzschluss gegeben hatte. Dabei kam es zu einem Schwelbrand an der Turbine.

Knapp zwei Stunden später brach auf dem Gelände des KKW Krümmel in einem Transformatorgebäude ein Feuer aus. Nach Angaben von Vattenfall hatte ein Kurzschluss im Transformator dort Öl entzündet. Brunsbüttel ist seit Sonntagnachmittag wieder am Netz. (mit ddp)

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