Politik : Atomkraftwerke: Bei Gefahr wird abgeschaltet

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Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die zeitweise Abschaltung von einigen, oder sogar allen deutschen Atommeilern angekündigt, sobald die Gefahr von Terroranschlägen bestehen sollte. Die rechtlichen Grundlagen dafür seien vorhanden, sagte Trittin am Dienstag in Berlin. Allerdings müssten die Innenbehörden zunächst konkrete Hinweise auf eine Gefahr haben. Bisher gebe es jedoch noch keinen konkreten Handlungsbedarf.

Eine andere Möglichkeit die Kraftwerke zu schützen sieht der Minister nicht. Kein Atomkraftwerk der Welt sei gegen einen Flugzeugabsturz ausreichend gesichert. Es bleibe immer ein Restrisko. Darum sei es nun um so mehr erforderlich, die Energiewende energisch voranzutreiben, um weniger verwundbar zu sein. Trittin: "Ein Windpark ist kein attraktives Ziel für Terroristen."

Der Chef der Energie Baden-Württemberg (EnBW), Gerhard Goll, hat erstmals Fehler im Umgang mit den Sicherheitsvorschriften im Atomkraftwerk Philippsburg eingeräumt. Goll sprach von "menschlichen Fehlern" im Kraftwerk. Nun müsse verlorenes Vertrauen wieder hergestellt werden.

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