Atommüll : FDP will Endlager in Russland

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat vorgeschlagen, hoch radioaktiven Atommüll in Russland einzulagern. Volker Beck von den Grünen dazu: "Das war wohl ein Wodka zu viel, Herr Niebel!"

Niebel
Dirk Niebel denkt an Endlagerung in Russland. -Foto: dpa

Cottbus/BerlinIn der Debatte um die Endlagerung von hoch radioaktivem Atommüll kann sich die FDP eine Lösung in Russland vorstellen. FDP-Generalsekretär Dirk Niebel schlug in einem Gespräch mit der in Cottbus erscheinenden "Lausitzer Rundschau" (Online-Ausgabe) vor, über zentrale Endlagerstätten nachzudenken, die von allen Ländern genutzt werden könnten. "Ich denke da an Gebiete in Russland", wird der FDP-Generalsekretär zitiert.

Beck: "Politische Instabilität und Atomkraft vertragen sich nicht."

Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck kommentierte den Vorstoß mit den Worten: "Das war wohl ein Wodka zu viel, Herr Niebel!". Russland sei politisch nicht stabil. "Politische Instabilität und Atomkraft vertragen sich nicht. Das gilt auch für Fragen der Endlagerung", betonte Beck.

Für hoch radioaktive Abfälle gibt es weltweit noch kein Endlager. In Deutschland wird hoch radioaktiver Atommüll an zentralen Zwischenlagern Ahaus, Gorleben und Lubmin sowie dezentralen Zwischenlagern an Standorten der Kernkraftwerke aufbewahrt. (mpr/ddp)

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