Atomprogramm : Iran weitet Urananreicherung aus

Pünktlich zum nationalen Atomfeiertag gibt Irans Präsident Ahmadinedschad neue Pläne zur Urananreicherung bekannt. Sie sollen der zivilen Nutzung der Kernkraft dienen. Experten haben da allerdings ihre Zweifel.

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Irans Präsident Ahmadinedschad wird nach reiflicher Überlegung des Vatikans nicht empfangen. -Foto: AFP

TeheranDer iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad feiert den Fortschritt. Das Land habe begonnen, in seiner Atomanlage Natans 3000 neue Zentrifugen zur Urananreicherung zu installieren. Mit einer entsprechenden Aussage zitiert der staatliche Fernsehsender Irib den Präsidenten. Anlässlich des sogenannten Nationalen Tages der atomaren Errungenschaften wird Teheran demnach im Laufe des Tages weitere Details zu seinem Atomprogramm bekanntgeben.

Der Westen befürchtet, dass das Programm dem Bau von Nuklearwaffen dienen könnte. Teheran bestreitet solche Absichten. Ungeachtet mehrerer Resolutionen des UN-Weltsicherheitsrates hat Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 3000 Gaszentrifugen zur Urananreicherung in Natans installiert. Internationale Wissenschaftler schätzen, dass 3000 Zentrifugen im Dauerbetrieb von einem Jahr dem Iran genügend hochangereichertes Material für eine Bombe liefern können. (sf/dpa)

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