Atomprogramm : USA und Nordkorea verhandeln weiter

Die USA und Nordkorea wollen nach südkoreanischen Angaben ihre Gespräche über eine Lösung des Konflikts um das nordkoreanische Atomprogramm an diesem Mittwoch in Berlin fortsetzen.

Seoul - Der Ausgang der Unterredungen zwischen dem US-Gesandten Christopher Hill und dem nordkoreanischen Vizeaußenminister Kim Kye Gwan werde großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Sechs-Länder-Gespräche über das Atomprogramm Nordkoreas haben, sagte der südkoreanische Außenminister Song Min Soo vor Reportern in Seoul. Hill wolle bei den Gesprächen in Berlin die Grundlage dafür schaffen, dass bei den nächsten multilateralen Atomgesprächen greifbare Ergebnisse erzielt werden. "Sobald das Treffen in Berlin zu Ende ist, werden wir ausloten können, wie es weiter geht."

Hill und Kim hatten sich nach US-Angaben am Dienstag in Berlin zu informellen Gesprächen getroffen. Näheres über die Inhalte des Treffens wurde bisher nicht bekannt. Die US-Regierung hatte die Gespräche jedoch positiv bewertet. "Es war ein guter Austausch von Sichtweisen in einer positiven Atmosphäre", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums in Washington. Ein Termin für die Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche sei aber noch nicht vereinbart worden.

Die ersten Sechser-Gespräche seit dem Atomwaffentest des kommunistischen Landes vor mehr als drei Monaten waren Ende Dezember auf Grund der Differenzen zwischen den USA und Nordkorea erfolglos beendet worden. An den Gesprächen sind außerdem noch China, Südkorea, Japan und Russland beteiligt. (tso/dpa)

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