Atomsicherheit : Umweltschützer warnen vor Anschlägen auf AKW

Deutsche und französische Umweltschützer haben vor möglichen Terroranschlägen auf das Atomkraftwerk Fessenheim am Oberrhein gewarnt. Das Kraftwerk habe eine "offene Flanke".

Fessenheim - Sorge bereite vor allem die dem Rhein zugewandte Seite des AKW, heißt es in dem Brief an das Fessenheim-Überwachungskomitee, der vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Freiburg veröffentlicht wurde. Dort trennten nur ein "für panzerbrechende Waffen" lächerlich niedriger Zaun und dünner Beton den radioaktiven Reaktor-Kern von Spaziergängern, Anglern, Fotografen - und möglichen Terroristen. Noch schlechter geschützt sei das Zwischenlager für abgebrannte Brennstäbe.

Die Unterzeichner - sieben Umweltschutzverbände aus der Region - fordern als Sofortmaßnahmen die sofortige Absperrung des Fahrwegs, der auf dem Rheindamm direkt am AKW vorbeiführt. Dieses "offene Scheunentor" für mögliche Anschläge müsse unverzüglich geschlossen werden. Panzer- und bunkerbrechende Waffen gehörten zum gängigen Arsenal von Terrorgruppen uns seien auf dem Schwarzmarkt verfügbar, heißt es in dem Schreiben weiter. Eine sofortige Schließung des Akw sei daher die beste Lösung.

Nach Angaben des BUND hatten die Verbände den Brief vom 21. November zunächst "aus guten Gründen" nicht veröffentlichen wollen. Er sei aber am Montagabend bei einer Sitzung des Fessenheim-Überwachungskomitees publik gemacht worden. Dem Komitee gehören unter anderem Bürgermeister der umliegenden Gemeinden sowie Mitglieder des Generalrats (Kreistags) des Departments Oberelsass an. Sie befassen sich mit möglichen Risiken, die von dem AKW ausgehen. (tso/AFP)

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