Atomstreit : China fordert Iran zum Einlenken auf

Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat die Führung in Teheran aufgefordert, auf die internationalen Bedenken zum iranischen Atomprogramm einzugehen.

Helsinki/Wien - Den Druck auf Teheran zu erhöhen oder Sanktionen gegen das Land zu ergreifen, werde aber nicht unbedingt zu einer friedlichen Beilegung des Konflikts führen, warnte Wen in Helsinki am Rande des EU-China-Gipfels. Daher sei zu hoffen, dass die internationale Gemeinschaft und die Parteien in dieser Angelegenheit "Vorsicht walten lassen" und sich weiter für eine friedliche Lösung einsetzen. Wen lobte dabei den dafür von der EU bisher geleisteten "enormen" Einsatz.

In der gemeinsamen Gipfelerklärung riefen China und die EU Iran dazu auf, die einschlägige Entschließung des UN-Sicherheitsrats und die Forderungen aus dem Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) umzusetzen. Die von der Sechser-Gruppe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den USA, Russland und China ausgearbeiteten Vorschläge für eine langfristige und umfassende Vereinbarung mit Iran wurde vom Gipfel ausdrücklich begrüßt. Am frühen Abend kamen in Wien der EU-Außenbeauftragte Javier Solana und der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani zu Gesprächen über das iranische Atomprogramm zusammen. (tso/AFP)

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