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Atomstreit : EU einigt sich auf Sanktionspaket gegen Iran

Im Atomstreit mit dem Iran haben sich die EU-Länder im Grundsatz auf ein umfassendes Sanktionspaket gegen das Land geeinigt. Die Strafmaßnahmen zielen auch auf Banken und Gasimporte.

Iran muss wegen seines Atomprogramms mit weiteren Sanktionen der Europäischen Union rechnen. Ein Botschaftergremium der Mitgliedstaaten einigte sich am Freitag auf ein entsprechendes Vorgehen, sagte ein EU-Diplomat. Vorgesehen ist demnach ein Verbot bestimmter Finanztransaktionen. Für die Bezahlung von Nahrungsmitteln oder Medikamenten seien Ausnahmen vorgesehen. Verboten werden soll zudem der Import von Erdgas aus der Islamischen Republik und der Export von Metallen in das Land. Die EU-Außenminister müssen den neuen Sanktionen noch zustimmen. Sie treffen sich am Montag in Luxemburg.

Iran steht international wegen seines Atomprogramms in der Kritik. Der Westen verdächtigt das Land, Kernwaffen zu entwickeln, was die Staatsführung bestreitet. Gegen das Land gibt es bereits zahlreiche Sanktionen, die zu einer Abwertung der Landeswährung Rial geführt haben. Präsident Mahmud Ahmadinedschad räumte in dieser Woche eine schwierige Finanzlage ein. (Reuters)

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