Atomstreit : EU verschärft Sanktionen gegen Iran: Teherans Vermögen eingefroren

Luxemburg - Im Atomstreit mit dem Iran haben sich die Mitgliedsländer der Europäischen Union am Montag auf neue Sanktionen geeinigt. Wie EU-Vertreter mitteilten, zielen die Maßnahmen vor allem auf ein Geschäftsverbot der größten iranischen Bank Melli in den europäischen Filialen London, Hamburg und Paris ab. Zudem wurde einer Liste von Iranern, die einem Einreiseverbot in die EU unterliegen oder deren Vermögen eingefroren wurden, weitere 20 Namen und 15 Organisationen hinzugefügt. Die Sanktionen wurden während des in Luxemburg tagenden Rates der Landwirtschafts- und Fischereiminister beschlossen. Mit den Strafen soll der Druck auf Teheran erhöht werden, die Urananreicherung zu beenden.

Der UN-Sicherheitsrat hatte bereits in seiner Märzresolution dazu aufgefordert, allen iranischen Banken „mit gesteigerter Wachsamkeit“ zu begegnen. Der Iran verfügt über rund 76 Milliarden Dollar Kapital im Ausland. Der Westen verdächtigt den Iran, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, Teheran weist dies zurück. AFP

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