Atomstreit : Iran: Bush führt "psychologischen Krieg"

Der stellvertretende Chef von Irans Nationalem Sicherheitsrat, Abdolresa Rahmani Fasli Iran, hat die Warnung von US-Präsident Bush vor einem "Drittem Weltkrieg" als "Propaganda" zurückgewiesen.

Teheran"Die Äußerungen des US-Präsidenten, die beteuern, dass Iran den Bau einer Atomwaffe anstrebt, sind Teil eines psychologischen Kriegs", sagte der stellvertretende Chef von Irans Nationalem Sicherheitsrat, Abdolresa Rahmani Fasli laut einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Isna.

Äußerungen wie Bushs Warnung vor einem Weltkrieg zeigten "die Wut der USA auf den Erfolg Irans auf der internationalen Bühne". Am Dienstag hatte Wladimir Putin als erster russischer Präsident seit mehr als 60 Jahren Iran besucht und dem Land im Streit um sein Atomprogramm den Rücken gestärkt. Bush wolle mit seiner Rhetorik von dem Erfolg ablenken, den Putins Besuch in Iran für das Land bedeute, sagte Fasli.

Der US-Präsident hatte am Mittwoch gesagt, die politischen Führer der Welt müssten eine atomare Aufrüstung Irans verhindern, wenn sie "an der Vermeidung eines Dritten Weltkriegs interessiert" seien. Russland verhinderte bislang das Vorhaben Washingtons, im UN-Sicherheitsrat neue Sanktionen gegen den Iran zu beschließen, um das Land zur Einstellung der Urananreicherung zu bewegen. (mit AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar