Atomwaffen : Rice warnt Nordkorea

US-Außenministerin Condoleezza Rice hat Nordkorea vor dem Einsatz einer Atomwaffe gewarnt. "Ich denke, es ist den Nordkoreanern bewusst, dass das Abfeuern einer Atomwaffe nicht gut für die Sicherheit Nordkoreas wäre", sagte sie.

Washington - Pjöngjang sei durchaus klar, "was dann passieren würde". Die nordkoreanische Regierung hatte zuvor mit dem Abschuss einer atomar bestückten Rakete gedroht. "Wir hoffen, dass die Lage geklärt ist, bevor es zu einem unglücklichen Zwischenfall kommt und wir eine Atomrakete abfeuern", zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag einen nordkoreanischen Regierungsmitarbeiter.

Die UN-Botschafter der fünf Veto-Mächte setzten unterdessen ihre Beratungen über Strafmaßnahmen gegen Nordkorea fort. "Wir haben noch keine Einigung erzielt", sagte der japanische UN-Botschafter Kenzo Oshima. Einige Verhandlungspartner hätten "noch keine Anweisungen". Die Beratungen drehten sich derzeit um das Ausmaß der Strafen gegen Pjöngjang, sagte er.

Der chinesische Botschafter Wang Guangya hatte sich zuvor für die Verhängung von Strafmaßnahmen ausgesprochen. "Es muss eine Strafaktion geben, aber sie muss angemessen sein", sagte er. Peking wünsche "eine entschlossene, konstruktive, angemessene, aber vorsichtige Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest".

Zur Diskussion standen Vorschläge der USA und Japans, die in Reaktion auf den von Nordkorea bekannt gegebenen Atomwaffentest weit reichende wirtschaftliche und militärische Sanktionen verhängen wollen. Bei den Gesprächen sollte es nach Worten des UN-Botschafters der USA, John Bolton, vor allem darum gehen, China und Russland von der Notwendigkeit scharfer Sanktionen zu überzeugen. Nach Angaben aus Diplomatenkreisen hatten die vier westlichen Mächte USA, Frankreich, Großbritannien und Japan ihre Position vor Beginn der Sitzung in New York abgestimmt. (tso/AFP)

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