Atomwaffentest in Nordkorea : Südkorea stoppt Hilfslieferung

Nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest hat Südkorea eine geplante Lieferung von Hilfsgütern in das Nachbarland gestoppt. Die Regierung sagte das für Dienstag vorgesehene Auslaufen eines Schiffes ab.

Seoul/Peking - Das Schiff sollte 4000 Tonnen Zement nach Nordkorea bringen, wie ein Vertreter des Einigungsministeriums sagte. Der Stopp der Hilfslieferung sei jedoch vorläufig. Es müsse noch entschieden werden, ob weitere Hilfslieferungen nach Nordkorea gestoppt würden.

Südkorea hatte auch nach dem nordkoreanischen Raketentest Anfang Juli seine Hilfen für das verarmte Nachbarland ausgesetzt. Die Sanktion wurde etwa einen Monat lang aufrecht erhalten. Im August kündigte Seoul dann Hilfen für die nordkoreanischen Flutopfer im Umfang von 230 Millionen Dollar (rund 182 Millionen Euro) an. Das Hilfspaket umfasst neben Zement auch andere Baumaterialien sowie Reis, Erste-Hilfe-Sets und Decken. Erst am Mittwoch hatte Seoul einen Teil dieser Hilfsgüter in den Norden geschickt, obwohl Pjöngjang bereits mit einem Atomtest gedroht hatte.

Die in Nordkorea arbeitenden UN-Organisationen forderten die Regierung in Pjöngjang am Montag auf, Sicherheitsgarantien für ihre Mitarbeiter zu geben. Der Verantwortliche des Welternährungsprogramms in Pjöngjang, Jean-Pierre De Margerie, sagte, seine Organisation wolle die Kontakte mit der nordkoreanischen Regierung aufrecht erhalten, damit diese weiterhin für die Sicherheit des UN-Personals in dem Land sorge. (tso/AFP)

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