Attacke auf KfW-Jeep : Afghanistan: Erneuter Anschlag auf Deutsche

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage sind Deutsche in Afghanistan angegriffen worden. Nahe Kundus schossen Unbekannte auf ein Fahrzeug der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

BerlinIn Afghanistan ist am Freitag erneut ein Angriff auf deutsche Helfer verübt worden. Mitarbeiter der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurden in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kundus beschossen, wie eine KfW-Sprecherin sagte. Ein Angreifer auf einem Motorrad habe den Jeep unter Beschuss genommen und diesen beschädigt. Wie viele Personen in dem Fahrzeug saßen, konnte sie zunächst nicht sagen. Verletzt wurde niemand, weil der Geländewagen gepanzert war.

Die KfW-Helfer seien "alle in Sicherheit im deutschen Haus in Kundus", sagte die Sprecherin weiter und bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel Online". Die Kreditanstalt fördert in der Region unter anderem Projekte zur Bildung und zum Ausbau der Infrastruktur. In Kundus ist auch die Bundeswehr stationiert. Dort sowie in anderen Landesteilen hatte es in den vergangenen Monaten wiederholt Attentate und Angriffe auf deutsche Soldaten, Helfer und Geschäftsleute gegeben.

Bei dem Selbstmordanschlag eines Motorradfahrers am Mittwoch rund 35 Kilometer südlich von Kundus waren zwei Bundeswehrsoldaten schwer und ein dritter leicht verletzt worden. Sie landeten in der Nacht zum Freitag auf dem Flughafen Köln-Wahn und wurden nach Koblenz gebracht. Der Zustand der beiden schwer verletzten 23-Jährigen wurde von den Ärzten am Freitag als "auf niedrigem Niveau stabil" eingeschätzt, wie der behandelnde Arzt Sebastian Hentsch nach Angaben eines Sprechers mitteilte. "Noch wissen wir nicht, wo die Reise hingeht." (sgo/AFP)

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