Politik : Attentäter von Boston hält sich für unschuldig

Washington/Boston - Der überlebende mutmaßliche Attentäter vom Bostoner Marathon, Dschochar Zarnajew, hat sich für nicht schuldig erklärt. Unter den Augen von zahlreichen Opfern und deren Angehörigen erschien Zarnajew am Mittwoch zum ersten Mal vor Gericht. Der 19-Jährige soll mit seinem getöteten Bruder Tamerlan den Anschlag in der US-Ostküstenstadt verübt haben, bei dem im April drei Menschen getötet und mehr als 260 weitere verletzt worden waren. Mehr als 260 Menschen wurden verletzt. Zarnajews Bruder Tamerlan – der zweite Tatverdächtige – kam bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben.

Die Anklageschrift gegen Zarnajew ist lang. In insgesamt 30 Punkten wird dem 19-Jährigen unter anderem der Einsatz von Massenvernichtungswaffen vorgeworfen. Weil Dschochar Zarnajew im US-Bundesstaat Massachusetts nach Bundesrecht angeklagt wurde, könnte ihm die Todesstrafe drohen, obwohl Massachusetts sie nicht erlaubt. Rechtsexperten vermuten aber, dass sich Ankläger und Verteidiger vorab auf lebenslange Haft einigen – im Gegenzug zu einer umfassenden Aussage des Angeklagten über die genauen Hintergründe der Tat. AFP/dpa

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