Attentat auf Nachtclub "Reina" : Festgenommener hat Istanbul-Attentat angeblich gestanden

Türkische Fahnder haben den mutmaßlichen Attentäter aus der Silvesternacht in Istanbul gefasst. Nach Angaben der Behörden hat er eingeräumt, im Auftrag des IS gehandelt zu haben.

Das Fahndungsfoto des mutmaßlichen Attentäters.
Das Fahndungsfoto des mutmaßlichen Attentäters.Foto: AFP

Die türkischen Behörden haben die Festnahme des mutmaßlichen Attentäters von Istanbul bestätigt. Die landesweite Fahndung habe zwei Wochen nach dem Anschlag auf den Nachtclub in der Silvesternacht zur Verhaftung des Schützen geführt, sagte Ministerpräsident Binali Yildirim am Dienstag.

Der Mann stamme aus Usbekistan, teilte der Gouverneur von Istanbul, Vasip Sahim, weiter mit. Der Festgenommene habe die Tat gestanden und eindeutig im Auftrag der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gehandelt. Bei dem Anschlag auf den exklusiven Promi-Nachtclub "Reina" hatte er 39 Menschen getötet, zahlreiche wurden verletzt.

Vermutlich sei der im Jahr 1983 geborene Mann illegal über die Grenze im Osten in die Türkei eingereist, sagte der Gouverneur. Zusammen mit dem mutmaßlichen Attentäter seien auch ein Iraker und drei Frauen festgenommen worden.

Zuvor hatten Medien berichtet, dass der Mann im Istanbuler Stadtteil Esenyurt auf der europäischen Seite der Metropole gefasst worden sei. Der Zeitung "Hürriyet" zufolge hatte er sich zusammen mit seinem Sohn in einem Apartment versteckt.

Unter den Opfern des Anschlags sind auch viele Ausländer. Zu der Tat hatte sich bereits der IS bekannt und sie als Vergeltung für den türkischen Militäreinsatz in Syrien bezeichnet. Dort geht die Türkei gegen die Islamisten vor. (Reuters)

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