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Attentat in Manhattan : Doch kein deutsches Todesopfer bei Anschlag in New York

Beim Terroranschlag mit einem Pickup in New York starben acht Menschen. Ein Feuerwehrsprecher korrigierte unterdessen seine Angaben zu den Nationalitäten der Opfer.

Anschlag in New York: Der vom Täter benutzte Pickup am Tatort
Anschlag in New York: Der vom Täter benutzte Pickup am TatortFoto: AFP/Getty Images/Spencer Platt

Bei dem Anschlag in New York hat es doch kein deutsches Todesopfer gegeben. Die Staatsangehörigkeit eines der Opfer sei verwechselt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Bei dem betreffenden Opfer handle es sich um eine Belgierin.
Zuvor hatte New Yorks Feuerwehrchef Daniel Nigro angegeben, unter den acht Todesopfern des Anschlags wäre eine Person mit deutscher Staatsangehörigkeit gewesen. Fünf weitere Todesopfer sind demnach aus Argentinien, zwei aus den USA. n Neben den acht Toten gab es auch rund ein Dutzend Verletzte.

Ein 29 Jahre alter Mann aus Usbekistan, den die Behörden als Saifullo Saipow identifizierten, war am Dienstagnachmittag mit einem Pickup-Truck in New York in eine Menschenmenge gefahren. Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, sagte, der Attentäter habe sich in den Vereinigten Staaten radikalisiert.

Nach ersten Erkenntnissen hat der Mann den Anschlag mehrere Wochen lang geplant, sagte Polizeisprecher John Miller. Dabei habe der 29-Jährige im Namen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gehandelt.

Am Tatort sei ein Schriftstück in arabischer Sprache gefunden worden, in dem sich Saipow auf den IS berufen habe. Laut Miller war der 29-Jährige den Ermittlungsbehörden bis zu dem Anschlag nicht aufgefallen. Weder die Bundespolizei FBI noch die New Yorker Polizei hätten je gegen ihn ermittelt.

Der Attentäter war im Südteil von Manhattan nur wenige Blocks vom Denkmal für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001 streckenweise auf einem Radweg gefahren. Er rammte mehrere Radfahrer und Fußgänger und kollidierte zuletzt mit einem Schulbus. Daraufhin verließ er seinen Truck, wobei er ein Paintball- und ein Luftgewehr in den Händen hatte. Ein Polizist schoss dem Fahrer in den Bauch. Er wurde im Krankenhaus operiert. Die Ermittler vernahmen ihn inzwischen im Krankenhaus. (Tsp, AFP)

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