Politik : Attentate von Istanbul doch Werk der Al Qaida? Ankara räumt erstmals Spuren ein

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(dpa). Nach den verheerenden Anschlägen von Istanbul hat die Türkei erstmals offiziell eine Spur zum Terrornetzwerk Al Qaida eingeräumt. „Man hat erfahren, dass die Anschläge etwas mit Al Qaida zu tun haben“, sagte Regierungssprecher Abdullatif Sener am Montag in Ankara. Die Personen, gegen die in der Türkei ermittelt werde, hätten Verbindungen zu Gruppen in SaudiArabien und Syrien gehabt, fügte der Sprecher hinzu. Bislang hatte es die gemäßigt islamische Regierung unter Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan abgelehnt, eine bestimmte Gruppe oder religiös motivierte Täter zu beschuldigen.

Nach den Angaben von Sener wurden gegen 21 Verdächtige Verfahren eingeleitet, weitere Personen würden noch verhört. Darunter sind 22 Verdächtige, die Syrien am Sonntagabend an die Türkei ausgeliefert hat. Ein in Damaskus festgenommenes türkisches Ehepaar habe vermutlich eine Schlüsselrolle bei den Selbstmordanschlägen auf zwei Synagogen in Istanbul gespielt, sagte der Gouverneur der osttürkischen Grenzprovinz Hatay, Abdulkadir Sari.

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