Politik : Auch Grüne wollen an große Vermögen

Erben könnten für Bildung zahlen

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Berlin (dpa). Die Grünen planen statt der Vermögensteuer eine Mindeststeuer auf große Vermögen. Diese könnte dann mit der Einkommensteuer verrechnet werden, sagte die Fraktionsvorsitzende Katrin GöringEckardt der „Welt am Sonntag“. „Wir werden nicht für die Wiedereinführung der alten Vermögensteuer kämpfen“, betonte sie. Es gehe dabei nicht „um Omas Häuschen“, sondern um große Vermögen. Zudem solle die Erbschaftsteuer künftig mit Bildungsinvestitionen gekoppelt werden: „Jemand, der viel geerbt hat, könnte seine Erbschaftsteuer mindern, indem er in das Bildungssystem investiert.“ So könne ein Erbe etwa „für das neue Dach der Nachbarschule“ zahlen und diesen Betrag von der Erbschaftsteuer absetzen. Beim Parteitag Ende dieser Woche in Dresden will der Grünen-Vorstand ein Eckpunkte-Papier zu Vermögensteuer, Erbschaftsteuer, Mindeststeuer und den Kampf gegen die Steuerhinterziehung vorlegen.

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